gamescom 2016 und Klabbi mittendrin: Erfahrungen, Tipps & Tricks

Zum ersten Mal in meinem Leben bin ich mit den anderen Spieleverrückten auf der gamescom.

Anreise zur gamescom, Taschenkontrollen und Waffenverbot

Wir sind super gut mit der Bahn durch gekommen (Zeit für checken mit eingeplant, vor der Öffnungszeit 10:00) und hatten erträgliche Wartezeiten am Einlass.

Auch die Taschenkontrolle ging sehr fix und war gut organisiert, ich denke aber, das war viel Show und erhöht die Sicherheit eher minimal.

Das Verbot von Spielzeugwaffen finde ich unpassende Symbolik, die nur die derzeitige Hysterie bedient. Viele Cosplayer sehen ohne adäquate Spielzeug-Bewaffnung ein bisschen traurig und unvollständig aus 🙁 – zumal die Aussteller, die dafür bezahlen, dann doch Mitarbeiter mit „Waffen“ an die Stände stellen dürfen…

Soldat mit Waffen-Imitat auf der gamescom
wer zahlt, darf seine Spielzeugwaffen auch mitnehmen…

 

Das gemescom- Alters-Armbändchen: Inkonsequenter Quatsch

Alters-Armbändchen der gamescom
Wer so ein Bändchen hat, darf auch Trailer sehen und Spiele spielen, die Ü18 sind

Während die Zocker an den Ständen anstehen, um die ausgestellten Titel spielen zu dürfen, werden beim Gamescom-Congress unter der Überschrift „Die Zukunft des Jugendmedienschutzes“ solche Thesen verbreitet:

Während ich diesen tweet schreibe, merke ich, dass sich das Altersarmbändchen von meinem Handgelenk gelöst hat. Was ist das denn? Das Teil ist nur mit einem simplen Druckverschluss befestigt… Das kenne ich aus dem Krankenhaus aber ganz anders: Da bekommt man auch ein Bändchen mit der Patienten-Nummer; damit sie die richtige OP beim richtigen Patienten durchführen. Das konnte ich nicht selbst öffnen, sondern musste es nach dem Verlassen des Krankenhauses mit der Schere aufschneiden. Aber mit dieser inkonsequenten gamescom-„Sicherheitsmaßnahme“ ist ja mal gar nichts gewonnen. Jeder Minderjährige, der zusammen mit volljährigen Freunden auf der Messe ist, kann sich von denen das Bändchen geben lassen und die stellen sich einfach noch mal neu an und holen sich ein zweites. Da wird nicht kontrolliert, dass jeder nur eins bekommt oder so… Fazit: Das Altersarmbändchen ist ein riesiger organisatorischer Aufwand, der auf dem Rücken der Besucher ausgetragen wird und faktisch nichts zum Jugendschutz beiträgt. Von dem Geld, dass das kostet, hätte man besser ein paar Pädagogen geschult.

Klabbi-gamescom-Tipp: Es lohnt sich, das begehrte Altersarmbändchen erst in einer der Hallen zu holen und nicht am Eingang. Ich musste keine 5 Minuten Schlange stehen 🙂 Je später man hier ist, desto mehr verkürzt sich die Wartezeit zusätzlich. Gerade, wenn man die gamescom mehrere Tage besucht, lohnt es sich, den ersten Tag für einen Überblick zu verwenden, statt ewig fürs Altersarmbändchen anzustehen.

Viele viele Menschen; viele viele Spiele…

…das ist der Eindruck, den ich nach einem halben Tag gamescom habe.


Ich habe viele Spiele gesehen, die mich nicht so sehr interessieren und konnte einige antesten, die ich sehr gut fand. Besonders die Indie-Ecke fand ich spannend. Hier ist viel weniger los als auf dem Rest der Messe. Denn stundenlang anstehen, um ein Spiel anzocken zu können, das wäre glaub ich nicht mein Ding… Da müsste ich schon extrem neugierig auf ein unveröffentlichtes Spiel sein…

gamescom- Tipps: Azyklisch essen und aufs Klo gehen

Zwei weitere Klabbi-Tipps:

  1. Mittags werden die Essens-Stände voll, dafür sind die Hallen ein kleinwenig leerer. Am frühen Nachmittag wird es in den Hallen wieder voller, auch weil die Tageskasse dann neue Tickets verkauft. Dafür bekommt man schneller etwas zu essen. Wer hier nicht dem Trend folgt, kommt schneller dran.
  2. Auch wenn man dann aufs Klo muss, kann man lange anstehen, vor allem auf dem Boulevard. Die Klos hinten in den Hallen sind deutlich leerer.

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