Conan Exiles – Interview mit Tipps für Einsteiger und Städtebauer

Conan Exiles  ist seit dem 8. Mai 2018 aus der Early Access Phase heraus. Ich habe mit einer Twitch-Streamerin gesprochen, die das Spiel schon seit einer Weile erkundet. Das komplette Interview wird hier in mehreren Teilen veröffentlicht. Heute: Conan Exiles Bauen und mehr

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Meine Interview-Partnerin:

Die Twitch-Streamerin Neelana: Larissa 26 Jahre, kommt aus dem Hamburger Großraum und ist studierte Medieninformatikerin. Sie streamt seit 2016.
Das Besondere am Twitch Kanal Neelana ist die lebendige Community, die aktiv ins Spielgeschehen mit einbezogen wird. Eine postitive Atmosphäre und ein freundschaftlicher Umgang sind wichtiger als perfektionistisches Gameplay.

Conan Exiles spielt Neelana seit der Alpha-Version und hat insgesamt über 80 Stunden in der hyborianischen Spielwelt verbracht. Zusammen mit ihrer Community erkundet sie auf ihrem PVE-Server Stück für Stück die Map. Das Anschauen und genaue Erkunden jeder Region ist dabei wichtiger als möglichst schnell zum Vulkan zu rennen.

Sag schöne Grüße vom KlabauterMann, wenn du ihren Stream besuchst.

Tipps für Einsteiger

KlabauterMannLP: Gibt es etwas, was du jemandem, der so ein Spiel das erste mal anfasst, als Tipps für Einsteiger mitgeben würdest? Was sollte man tun oder lassen?

Neelana: Lassen ist gut! In den Anfangsgebieten sind die Gegner gar nicht so ohne. Gerade da wird man in anderen Spielen mehr verwöhnt. Wenn man sich gleich mit Gruppen der Bewohner dieser Gebiete anlegt, kann man die gerne mal unterschätzen. Wenn das zum Beispiel drei Bogenschützen sind und man noch kein Schild hat und sich denkt: „Ach, ich bin viel stärker als die.“ Das sollte man sein Lassen.

Der Tipp wäre, dass man es langsamer angeht, erst mal guckt, sich irgendwo niederlässt, ein bisschen die eigene Entwicklung vorantreibt. Dann kann man auf Erkundungstour geht – gerade auch wenn man alleine ist.

Und ansonsten, was ich bei jedem Survival-Spiel empfehlen würde, ist ein bisschen Durchhaltevermögen. Also ich weiß noch, wie das in ARK: Survival Evolved  war, wo man von jedem Dino erst mal gefressen wurde. Am besten die ersten 20 Mal, nachdem man gestartet hatte, gefressen wurde. Da hat man sich irgendwann gedacht: „Ich glaub, ich werde dieses Spiel nie spielen können.“ Und ich glaub, das gehört halt irgendwie zu Survival Games, dass man sich ein bisschen durchbeißen muss und das ist bei Conan Exlies halt auch so. Da muss man mit leben, dass man ab und an stirbt.

Da muss man mit leben, dass man ab und an stirbt. - @_Neelana_ ‏im Interview mit @KlabbiLP zu Survival-Spielen. Klick um zu Tweeten

Was man auch aushalten muss, ist die eigene Lernkurve. Wie oft habe ich rohes Fleisch gegessen und hatte dann eine Lebensmittelvergiftung. Das Spiel legt einem das neu erbeutete rohe Fleisch auf die Schnellwahl-Leiste. Da liegt es dann neben dem gekochten Fleisch und man verklickt sich schnell und ist dann schon wieder tot. Irgendwann lernt man dann, dass man die Schnellwahl-Leite aufgeräumt hält. Und wenn man über diese Dinge stolpert, ist das vielleicht hier und da ja gar nicht verkehrt, sondern eine Herausforderung.

Con an Exiles Tipps: Nach dem gewonnen Kampf kann man der Beute Fleisch entnehmen - und sollte es tunlichst nicht roh essen.
Nach dem gewonnen Kampf kann man der Beute Fleisch entnehmen – und sollte es tunlichst nicht roh essen.

Worauf ich noch achten würde, ist die Punktevergabe im Talente-System. Gerade am Anfang, wenn man da noch nicht so viel Kopf für hat, sollte man sich fragen, was man von dem Spiel möchte. Wenn ich ganz viele Waffen und Rüstungen schmieden will, muss ich die Talent-Punkte anders verteilen als wenn ich einen großen Baumeister spielen möchte. Gerade wenn man alleine spielt, muss man alle lebensnotwendigen Dinge auch lernen: Feuer, Werkbank, ein Dach über dem Kopf. Wenn man in Gruppen spielt, ist es sinnvoll, das aufzuteilen. Der eine wird der Rüstungsschmied, der nächste wird Bauarbeiter, der nächste stellt Waffen her, so dass man halt alles ein bisschen verteilt bekommt.

Langzeit-Spaß für Neelana: Städtebau

KlabauterMannLP: Was macht auch nach einer Weile im Spiel jetzt noch immer viel Spaß? Was haben andere Spiele so nicht?

Neelana: Es ist für mich tatsächlich bei solchen Spielen immer das Bauen. Und das ist bei Conan Exiles auch sehr schön gemacht. Ich habe den Einruck, dass so kleine Fehler, die mich oft zum Beispiel in ARK: Survival Evolved gestört haben, beim Bauen da viel viel seltener passieren. So etwas wie falsch herum platzierte Wände oder Strukturen, die ganz anders gebaut werden als ich sie laut Vorschau platziert hatte.

Dadurch wird das ganze etwas entspannter. Meistens klappt das, was ich mir vorgestellt hab. Sie haben in Conan Exiles viele Strukturen-Typen und mit dem Steam Workshop noch viele Extra Deko-Sachen. Da gibt es da schöne Workshop Artikel, obwohl es von der Spielerzahl ja vermutlich nicht vergleichbar ist mit einem ARK: Survival Evolved. Und das macht es sehr atmosphärisch, wie man baut und dass das alles ineinander greift. Gerade auch, wenn man später mit der Sklaverei angefangen hat und dann Leute im Dorf stehen und arbeiten, wirkt das alles wie eine Dorfgemeinschaft. Man hat so das Gefühl: „Ich baue meine eigenen kleine Stadt.“ Und das hat schon seinen Reiz, gerade für mich.

Conan Exiles Bauen in verschiedenen Stilen: Je nach Workshop- oder DLC-Erweiterung kann man die verschiedensten Baustile wählen.
Conan Exiles Bauen in verschiedenen Stilen: Je nach Workshop- oder DLC-Erweiterung kann man die verschiedensten Baustile wählen.

Mitleid mit dem Boss-Monster

Was noch dazu kommt, was ich sehr schön finde, seit dem Release sind diese Dungeon Strukturen. Wir waren bisher jetzt erst in einem, wollen die anderen aber auf jeden Fall auch noch im Stream erkunden. Die sind sehr schön und sehr atmosphärisch. Es gibt Erzählerstimmen und Boss-Fights.

Der eine Dungeon, den wir durchkämmt haben, war der im Startgebiet. Wir waren da leider schon sehr lange im Spiel und wir haben dieses arme Boss-Monster leider zerstückelt. Also es hatte halt keine Chance. Das war dann so ein Gefühl: „Oh, ja, tut mir leid, Monster – das wollte ich jetzt irgendwie auch nicht…“ Es war halt der Anfangs-Dungeon, der noch nicht die höchste Schwierigkeit hat.

Oh, ja, tut mir leid, Monster – das wollte ich jetzt irgendwie auch nicht… - @_Neelana_ ‏im Interview mit @KlabbiLP zum ersten #ConanExiles-Dungeon. Klick um zu Tweeten

Da waren wir so ein klein wenig frustriert. Es wäre schöner gewesen, wenn sich der Dungeon an uns angepasst hätte, zumindest so ein bisschen. Da könnte einen das Spiel vielleicht früher drauf stoßen, dass es die Dungeons überhaupt gibt. So, dass man sie betritt, wenn es vom Level her herausfordernd ist. Schwer aber nicht unmöglich. Wir waren zu viert und einer von uns hat dreimal drauf gehauen und dann lag das arme Monster auf dem Boden. Und obwohl es fies war und mit Säure gespuckt hat, tat es mir dann doch leid…

Conan Exiles: In den Dungeons lauern fiese Boss-Gegner
Conan Exiles: In den Dungeons lauern fiese Boss-Gegner

Das ist auf jeden Fall noch eine Motivation, das Spiel weiter zu spielen – und auf jeden Fall auch die anderen Kartengebiete. Wenn man aus dem Early Access kommt und nur die Wüste kennt, dann ist das einfach sehr verlockend, auch mal nach oben ins Schneegebiet zu laufen, oder zum Vulkan. Da ist es schön, sich das einfach mal anzuschauen und auch die neuen Materialien einzusammeln und zu sehen, was man dann wieder für Rezepte bekommt. Das ist halt schon so ein Anreiz, den das Spiel so vorher nicht hatte.

Conan Exiles – Bauen von Städten und Bollwerken

KlabauterMannLP:  An welchen Platz habt ihr das Basislager gebaut? Gibt es da Tipps und Tricks, gerade auch wenn man dann die neueren Gebiete erkundet? Conan Exiles Bauen mit Profis…

Neelana: Bis jetzt bin ich mit dem Stream erst mal im Wüsten- und Jungle-Gebiet. Also noch nicht in den ganz schweren Gebieten weiter nördlich. Ich wusste vorher schon, dass da so Angriffswellen von Dämonen kommen. Deshalb hab ich immer darauf geachtet, Punkte zu suchen, die ich relativ einfach mit einer Mauer einbauen kann. So hab ich immer eine Begrenzung um meine Stadt und kann da dann auch Bogenschützen drauf stellen.

Das waren vorher alles so Punkte, nach denen ich geschaut habe und dadurch habe ich mir eigentlich immer Erhöhungen ausgesucht, also beispielsweise einen Berg mit einer Klippe, dass man halt runter gucken kann. Jetzt im Jungle ist es zum Beispiel ein Berg, der verbunden ist mit verschiedenen Baumstämmen. So hat man viel Platz, auf dem man sich ausbreiten kann aber gleichzeitig bleibt das ganze gut überschaubar. Das war der Gedankengang.

Neelana sagt: In der Welt von Conan Exiles bauen wir Städte meist erhöht. Dieser hat das anscheinend leider nicht geholfen...
Neelana sagt: In der Welt von Conan Exiles bauen wir Städte meist erhöht. Dieser hat das anscheinend leider nicht geholfen…

Ehrlich gesagt hat uns im Jungle aber auch noch niemand angegriffen. Und ich bin mir nicht ganz sicher, wie die da Spawnen. Falls die oben in den Bäumen auftauchen, hab ich mir natürlich ins eigene Fleisch geschnitten. Dann überrennen sie direkt die Stadt. Aber ich bin mir noch nicht sicher. Ich weiß es noch nicht.

 

Weitere Interview Teile

  1. Conan Exiles – Interview zu Early Access und zum der Start in die Vollversion
  2. Conan Exiles – Interview mit Tipps für Einsteiger und Städtebauer 
  3. Conan Exiles – Interview zum Kämpfen, Craften und Erkunden
  4. Conan Exiles – Interview zu Religion und nackten Schönheiten
  5. Conan Exiles – Interview zu Sklaverei und zur Story (online in ein paar Tagen)
  6. Bonus: Was sagt Neelana zum neuen DLC?
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